Sechs Frauen laufen im Sommer an einem Strand lang

SONNENSCHUTZ – MINERALISCH ODER CHEMISCH?

Wer liebt es nichtht, braungebrannt aus dem Urlaub zu kommen? Eine gesunde Bräune, etwas Farbe im Gesicht und endlich wieder Sommersprossen, dagegen ist nichts einzuwenden, wenn man sich ausreichend schützt.

Sonnencremes werden viel diskutiert. Ihre Wirkung, der Schaden den sie eventuell unserer Gesundheit zuführen oder die Zerstörung von Korallen. Am Ende ist es jedem selbst überlassen, welche Sonnencreme er nutzt – Hauptsache, die Haut wird nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt.

WOFÜR BRAUCHE ICH ÜBERHAUPT EINEN SONNENSCHUTZ?

Ganz einfach: UV-Strahlung treibt die Hautalterung voran, zerstört die Strukturen des Bindegewebes und kann sogar unser Erbgut verändern. Durch die Freisetzung von freien Radikalen durch Sonnenstrahlen wird neben der Veränderung des Erbguts wird das stützende Kollagengerüst Zerstört und die Elastinfasern verändert. So wird die Haut schnell faltig und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

DIE RISIKEN DER UV-STRAHLEN IM ÜBERBLICK:

UV-A Strahlen

  • Photoalterung / frühzeitige Faltenbildung
  • Hautkrebs
  • Pigmentstörungen
  • Sonnenallergie

UV-B Strahlen

  • Sonnenbrand
  • Hyperpigmentierung
  • Allergische Reaktionen
  • Hautkrebs

WELCHE SONNENCREME IST DIE BESTE?

In Sonnencremes gibt es zwei verschiedene Arten von UV-Filtern: chemische und mineralische Filter. Beide Filter in den Sonnencremes schützen die Haut vor der UV-Strahlung. Bei den chemischen als auch bei den mineralischen Filtern gibt es Vor- und Nachteile. 

WAS SIND CHEMISCHE UV-FILTER?

Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern enthalten Benzophenone, Octinoxat, und Salicylate. Sie wandeln die UV-Strahlen auf der Hautoberfläche in Wärme um. Oxinate stehen allerdings in Verdacht, die Korallenriffe zu schädigen – diese produzieren einen Großteil des Sauerstoffs den wir atmen.

Ein weiterer Punkt, wieso wir auf die chemischen Filter verzichten wollen ist, dass sie in Verdacht stehen, hormonell wirksam zu sein und allergische Reaktionen hervorzurufen. Dies ist wissenschaftlich noch nicht belegt, aber solange auch das Gegenteil noch nicht bewiesen ist, sollte man lieber zu mineralischen Filtern greifen.

UND WAS SIND MINERALISCHE UV-FILTER?

Aktuell gibt es zwei mineralische UV-Filter, Titandioxid und Zinkoxid. Sie sind generell gut verträglich für die Haut. 

Die Filter bestehen aus einem weißen Pulver, wodurch auch der bekannte „Weißel-Effekt“ entstehen kann. Anders als bisher angenommen, reflektieren und streuen die Filter die Strahlung nicht nur, sondern absorbieren diese ebenfalls, wie auch die chemischen Filter. Zertifizierte Naturkosmetik darf ausschließlich mineralische UV-Filter verwenden.

MUSS ICH AUF NANOPARTIKEL ACHTEN?

Die winzig kleinen Nanopartikel werden häufig kritisiert. Das Problem: Sie sind so klein, dass sie in die Tiefen der Hautschicht eindringen und somit in unsere Blutbahnen gelangen können. 

Trotz zahlreicher Studien ist es immer noch umstritten, inwiefern sie unserem Körper tatsächlich Schaden zuführen können. Angeblich sammeln sich die Zink- und Titandioxidpartikel auf der Hautoberschicht an und haben eine schlechtere Durchfeuchtung der Haut zur Folge. 

Fest steht allerdings, dass alle in Deutschland zugelassenen Sonnencremes viele Tests durchlaufen haben und potentiell erst einmal nicht gefährlich für uns sind. 

Für Menschen mit unempfindlicher und gesunder Haut sollten sie also kein großartiges Problem darstellen, man sollte die Nanopartikel dennoch, besonders für Kinder, kritisch hinterfragen.

WIRKLICH WICHTIG IST…

…dass du dich immer ausreichend vor der Sonne schützt, egal ob mit einem chemischen oder einem mineralischen Filter. Meide außerdem die Mittagssonne und verzichte in Zukunft lieber auf den Gang ins Solarium.

So gerne man braun aus dem Urlaub zurückkommen möchte, UV-Strahlen schädigen deine Haut langfristig und die Auswirkungen sind meist erst Jahre später zu erkennen.

Mit Sonnenschutz wirst du zwar langsamer braun, dafür aber nachhaltiger. 😉

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