Die Haut in den Wechseljahren

WIE DIE WECHSELJAHRE DEINE HAUT BEEINFLUSSEN

Du bist in den besten Jahren, doch plötzlich hast du deine Haut nicht mehr unter Kontrolle? Typisch für die Menopause. Hormonelle Veränderungen beeinflussen deine Haut sowie dein allgemeines Wohlbefinden und lassen diese inneren und äußeren Veränderungen entstehen. Wir sehen uns einmal genauer an, was mit deiner Haut in deinen Wechseljahren passiert und wie du sie durch etwas Selfcare wieder ins Gleichgewicht bringen kannst.

WAS PASSIERT IN DER MENOPAUSE?

Hormonelle Schwankungen sind wir ja bereits gewöhnt. In der Menopause gehen diese Schwankungen wesentlich stärker auf und ab. 

Immer wenn sich unser Hormonhaushalt in unserem Körper rapide verändert, sehen wir das schnell an unserer Haut. Erst in der Pubertät und jetzt in der Menopause. Während den Wechseljahren entstehen die Hautveränderungen hauptsächlich durch das abfallende Östrogen, dem weiblichen Sexualhormon. Dabei durchlaufen wir folgende Phasen:

Perimenopause

In der ersten Phase (diese kann 4-10 Jahre vor der eigentlichen Menopause beginnen) werden die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht mehr in der gleichen Regelmäßigkeit produziert. Mal gibt es mehr Östrogen, mal mehr Progesteron. Genauso schwanken auch unsere Emotionen, unser körperliches Wohlbefinden und unser Hautbild.

Menopause

Nach der letzten Periode folgt die Menopause. Der Östrogenspiegel sinkt dauerhaft ab. Kollagen wird abgebaut, die Haut verliert an Spannkraft und Elastizität. Auch Hautunreinheiten, Ausschläge oder Spätakne (Acnetarda) können auftreten. Betroffene fühlen sich dann manchmal wie in die Pubertät zurückversetzt.

Kurz: unsere Haut wird in der Menopause dünner, trockener, schlaffer, sensibler und lichtempfindlicher.

DAS HILFT IN DER MENOPAUSE

Es kann bis zu 5 Jahre dauern, bis der Hormonhaushalt unserer Haut nach den Wechseljahren wieder im Einklang ist. Der Stress, den wir durch die Hormonveränderung spüren und uns sicherlich oft auch selbst machen, beeinflusst wieder unser Hautbild – ein Teufelskreis. Es wird gerne mit neuer Kosmetik experimentiert, worauf unsere gestresste Haut meist nicht sehr positiv reagiert. Jetzt kommt das Thema Selbstliebe ins Spiel. Um die Hormonschwankungen und dadurch resultierenden Hautveränderungen zu beeinflussen, muss man die Sache ganzheitlich angehen. Hier unsere Tipps:

Entspannen

Erstmal durchatmen, die Menopause ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase in unserem Leben, die irgendwann wieder vorbei ist. Daher auch direkt unser nächster Tipp:

Achtsamkeit und Stressabbau

Stress beeinflusst unsere Haut auch ohne die Menopause schon negativ. Kommt beides zusammen auf den Körper ein, verstärken beide Faktoren einander. Stressabbau ist deshalb wichtig.

In dieser Phase des Lebens stehst du an erster Stelle! Achte auf dich, höre auf deinen Körper. Zu lernen, die Welt bewusst wahrzunehmen, kann helfen, auch sich selbst besser zu hören. Eine bewusste Entspannung durch Yoga, Meditation oder eine bewusste Auszeit mit Freunden, in der Natur oder ein neues Hobby. Viele Krankenkassen unterstützen dich übrigens beim Stressabbau.

Gesund ernähren

Über unsere Ernährung nehmen wir viele wichtige Nährstoffe für die Haut auf. Viel Obst, Gemüse, Fisch, fettarme Milchprodukte sind in der Menopause besonders zu empfehlen. Zucker sollte nur in Maßen verzehrt werden (in welcher Phase des Lebens darf man eigentlich viel Zucker konsumieren? 😉 )

Viel trinken

Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollten wir unbedingt achten. Ca. 2-3 Liter pro Tag regen unseren allgemeinen Stoffwechsel an und verhindern das Austrocknen von Haut und Schleimhäuten. 

Sport machen

Yoga, Joggen oder Schwimmen – ausreichend Bewegung hilft gegen die Hitzewallungen, hält uns fit und beugt Osteoporose vor. Auch als Stimmungsaufheller ist Sport super geeignet. Die dabei verbesserte Durchblutung lässt die Haut wieder strahlen und fördert den Nährstofftransport.

Schlafen

Unseren Schönheitsschlaf brauchen wir in der Menopause mehr denn je. Im Schlaf bauen wir Stress ab und unsere Haut kann sich regenerieren. Leider kommt es in den Wechseljahren oft zu Nachtunruhe. Wirke hier gezielt mit Stressabbau, gesunder Ernährung und einem extra gemütlichem Schlafplatz entgegen. Es spricht auch nichts gegen ein Mittagsschläfen, wenn die Nacht mal nicht so erholsam war.

Auch wenn deine Haut gerade eine andere ist, mit Selfcare, gesunder Ernährung und Stressabbau kannst du die hormonellen Auswirkungen in den Wechseljahren wieder in den Griff bekommen. Den neuen Anforderungen deiner Haut kannst du mit der richtigen Pflegeroutine gerecht werden. Wie, liest du hier

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